Der Einstieg ins Berufsleben

Büroalltag

Über die Sommermonate haben mein Mann und ich die Rollen getauscht. Er kümmerte sich um unseren Sohn und den Haushalt und ich brachte das Geld nach Hause. Von Juli bis August hatte mich das Berufsleben wieder. Kolleginnen und Kollegen hießen mich Willkommen, sodass der Einstieg für mich angenehm war.

Ich wurde öfters gefragt, ob es eine Umstellung für mich war wieder zu arbeiten. Umstellung würde ich es gar nicht nennen. Mir kam es vor, als wäre ich nie weggewesen. Schnell kam ich wieder in die Routinearbeit hinein, was mich sehr freute. Hätte damit gerechnet, dass ich gewisse Sachen vergessen hätte, aber nichts dergleichen traf ein. Ein neues Programm wurde während meiner Abwesenheit eingeführt, das mir die Kolleginnen ausführlich erklärten. Somit war eine mögliche Hürde sofort überstanden.

Jede Mutter weiß, wie der Alltag mit Kindern in der Karenz aussieht und dass man oft zu gar nichts kommt. Besonders wenn die Kinder sehr oft am Tag beschäftigt werden wollen, weil sie gewisse Sachen noch nicht alleine können. Verstehe ich auch. Sie sind noch so klein und machen erst ihre Erfahrungen. Sie brauchen die Hilfe von Mama oder Papa. Dennoch kann es sehr anstrengend und nervenraubend werden. Aufgaben bleiben unerledigt und vom Chaos zu Hause brauche ich gar nicht anfangen zu erzählen.

In der Arbeit kam ich dazu die Aufgaben Schritt für Schritt zu erledigen, ohne dass wer an meinem Rockzipfel hing. Berufsleben ist natürlich anders als der wahnsinnige Mamaalltag. Ich liebe meinen Sohn und verbringe gerne Zeit mit ihm, aber ich genoss auch die Stunden im Büro. Denn diese Zeit gehörte nur mir.

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