Gläschen oder selbst gemachter Brei?

Babybrei

Ob Gläschen oder selbst gemachter Brei – Eltern entscheiden selbst was ihrem Baby guttut.

„Wann ist es Zeit für den ersten Brei“, fragte ich mich. Ich entschied mich, im 5. Monat damit anzufangen. Es gibt Anzeichen, die zeigen, wann es Zeit für den ersten Brei ist. Wenn das Kind mit der Muttermilch nicht mehr satt wird und wenn das Kind auf das Essen seiner Eltern blickt oder versucht hinzugreifen.

Ich habe euch meine Erfahrungen im Monatsrhythmus zusammen geschrieben:

5. Monat

In meiner Euphorie für den ersten Brei habe ich ein Rezept aus einem Buch über Baby-Brei gewählt. Das Rezept war für Babys ab dem 5. Monat mit einigen Gemüsesorten und mit Beigabe von einem Schuss Apfelsaft. Der kleine Mann war gar nicht damit zufrieden und würdigte es keines Blickes. Es war doch zu viel Geschmack für den ersten Brei.

Am nächsten Tag bekam er einen selbstgemachten Brei aus Pastinaken. Anfänglich aß er nur zwei bis drei Löffeln. Schrittweise probierten wir verschiedene Gemüsesorten aus. Manche schmeckten ihm, manche nicht und manche vertrug er nicht. Nach jeder Mahlzeit stillte ich meinen Sohn.

6. Monat

Mit dem 6. Monat habe ich angefangen, ihm Wasser aus einem Schnabelbecher zu geben. Viel hat er damals nicht getrunken, war doch eine neue Erfahrung für ihn. Jeden Tag und zu jeder Mahlzeit, vor allem vor der Mahlzeit, habe ich ihm Wasser gegeben. Von Tag zu Tag trank er mehr Wasser.

Zum Essen bekam er zum Mittagsbrei noch einen Getreidebrei am Abend, den ich mit Vollmilch und Wasser zubereitete. Am Nachmittag pürierte ich ab und zu Obst, das er zwischen den Hauptmahlzeiten bekam. Jeden Tag bot ich es ihm nicht an, da er nicht der große Esser war und es daher besser war, den Fokus auf die Hauptmahlzeiten zu richten.

7. Monat

Im 7. Monat waren wir nun bei drei fixe Mahlzeiten. Mittag, Nachmittag und Abend. Den Obstbrei am Nachmittag habe ich komplett eingeführt. Zu dem Zeitpunkt bekam der kleine Mann alles püriert. Für sein Mittagessen probierte ich verschiedene Gemüsesorten mit und ohne Fleisch aus. Etwa zwei Wochen später gab ich ihm einen Getreidebrei nur mit Wasser angerichtet zum Frühstück. Gestillt wurde nur noch fürs Einschlafen. Nach dem Frühstück, Mittagessen, teilweise am Nachmittag und nach dem Abendessen.

8. Monat

In dem Monat habe ich zum Vorigen kaum etwas verändert. Ab und zu habe ich ihm geschnittene Früchte zum Kosten gegeben. Jedoch so wirklich überzeugt von fester Nahrung war er damals noch nicht. Wenn ich mit dem kleinen Mann spazieren war, habe ich ihm Baby-Biskotten und Hirsesnips eingepackt. Super für Zwischendurch und er kann es auch selbst halten. Nach wie vor habe ich Biskotten und Hirsesnips stets dabei, wenn wir außer Haus gehen.

9. Monat

Wir befinden uns derzeit im 9. Monat. Schon langsam gewöhne ich ihm daran, mit uns am Familientisch zu essen. Der erste Versuch waren Eiernockerl. Die haben ihm geschmeckt und viel Kauen brauchte er auch nicht. Nudeln mit Schinken und Gemüse sowie Suppe und geschnittenes weiches Obst isst er. Mittlerweile hat er fünf Zähne und somit geht das Essen auch einfacher.

 

Das Mittagessen mache ich selbst. Ist mir persönlich lieber, da ich weiß, was drinnen ist. Es kommt selten vor, dass ich ein Gläschen kaufe. Für unterwegs habe ich einen Thermobecher gekauft, indem ich sein Mittagessen gebe. Es muss zuvor sehr heiß erwärmt werden, damit es nach einigen Stunden noch warm ist. Und wenn nicht, kann ich es – so wie ein Gläschen – im Lokal aufwärmen lassen. Dadurch ich ohnehin für mich koche, fällt es nicht ins Gewicht für den kleinen Mann mitzukochen. Die Gerichte sind entsprechend weniger gewürzt. Ich würze meinen Teller im Nachhinein nach. Gemüsesorten nehme ich Pastinake, Zucchini, Kartoffeln, Brokkoli, Karotten, Erbsen, Blattspinat, Kohlrabi, Spargel (seit dem 9. Monat). Beim Fleisch habe ich hauptsächlich Hendl genommen, ansonsten Schinkenstreifen. Fenchel mag er nicht. Einfach ausprobieren, was eure Kinder gerne essen und was nicht.

Es gibt auch Familien, die statt Breie ihren Babys Fingerfood anbieten. Bei meinem Sohn hatte ich nicht das Gefühl, dass er es angenommen hätte.

Wichtig ist, dass das Kind viel Flüssigkeit zu den Mahlzeiten bekommt. Für die Verdauung kommt noch etwas Öl in die Mahlzeiten. Ich gebe einen Teelöffel Raspöl in den Frühstücks-, Mittags- und Abendbrei.

Wer unsicher ist, kann auch eine Ernährungsberatung aufsuchen. Wir waren bei einer Ernährungsberaterin im 6. Monat, da der kleine Mann gewisse Lebensmittel nicht vertragen hatte. Sie hat uns bei der Ernährungsumstellung sehr geholfen. Zum Beispiel wusste ich nicht, dass die Schale des Apfels zu Verstopfungen führen kann. War sehr hilfreich und kann ich nur weiterempfehlen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.