Kindercafe – Was ist denn das?

Kindercafe Mini and Me

Oft habe ich von Kindercafes gehört, aber nie eines besucht, obwohl es in Wien einige davon gibt. Mein Mann war mit unserem Sohn in einem solchen Lokal und fuhr mit den öffentlichen Verkehrsmitteln dorthin.

Das erste Mal in den Öffis

Samstag, halb zehn vormittags. Mein Mann hatte unseren Sohn in den Kinderwagen gepackt und wartete an der Haltestelle auf den Bus. Der Bus war nicht besonders voll. Eine betagte Frau saß beim Kinderwagenstellplatz, dennoch war ein Platz für den Kinderwagen frei. Mein Mann versuchte den Kinderwagen auf dem vorgesehenen Platz abzustellen, doch der Kinderwagen war viel zu groß und ragte in den Mittelgang hinein. Er klappte den Griff ein, schob den Kinderwagen schräg und stellte sich dahinter. Ganz geheuer war es ihm nicht.  Nach einigen Stationen wechselte mein Mann in die Straßenbahn. Das Problem mit dem Platzmangel hatte er hier auch. Noch dazu ist mein Mann recht groß, so dass er in der Tür stand. „Der Kinderwagen ist einfach zu groß für die öffentlichen Verkehrsmittel“, sagte mein Mann. Bei der Rückfahrt fuhr er ein paar Stationen mit der U-Bahn. Der Lift zur U-Bahn war das geringste Übel. Die U-Bahn war relativ voll. Passanten standen genau dort wo der Kinderwagen hätte stehen sollen. Da den Fahrgästen es kaum möglich war auf die Seite zu gehen, blieb meinem Mann nichts Anderes übrig mit dem Kinderwagen in der Mitte stehen zu bleiben. Eine Station zu früh stieg er aus und war froh darüber nicht mehr in der U-Bahn zu sein. „Wenn ich es mir aussuchen kann, nehme ich lieber das Auto, als nochmals mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu fahren. Mit dem Kinderwagen ist einfach kein Platz”, so das Fazit meines Mannes.

Besuch im Kindercafe

Mein Mann traf sich mit einem Bekannten und dessen Sohn im Kindercafe „Mini and Me“ im 9. Bezirk in Wien. Der Unkostenbeitrag für drei Stunden Spielzeit beträgt 10,- Euro für einen Erwachsenen und ein Kind. Kaffee in der Thermoskanne, Obst und Kekse standen gratis zur Verfügung. Eltern können ihre eigenen Speisen und Getränke mitnehmen und die vorhandene Mikrowelle und Mixer frei nützen. Rutschen, klettern, spielen – Im Indoor-Spielplatz können sich Kinder so richtig austoben. Kostüme stehen bereit und verwandeln Kinder in Piraten, Prinzessinnen oder in eine andere Fantasiefigur. Für ältere Kinder ist ein Kindercafe eine nette Abwechslung und kann als Schlechtwetterprogramm genützt werden. Unser kleiner Mann war mit seinen drei Monaten doch zu klein dafür.

Fazit der zwei Väter: Das nächste Mal treffen sie sich in einem Kaffeehaus, da sie dachten, im Kindercafe Frühstück bestellen zu können. Ein Kindercafe ist jedoch nicht mit einem Kaffeehaus zu vergleichen. Ein Kindercafe ist ein Indoor-Spielplatz mit verschiedenen Spielbereichen.

2 Kommentare

  1. Sandra
    01/11/2017 / 6:53 am

    Ich bin in Wien fast ausschließlich öffentlich unterwegs und finde eigentlich, dass es fast immer sehr gut funktioniert.
    Meistens sind auch die Menschen sehr hilfsbereit, wobei mir aufgefallen ist, dass es da auch stark drauf ankommt, wo man genau untertags ist, quasi bezirksabhängig 😉

    Und ja, das mir den Babycafes ist so eine Sache – ich find sie einerseits zwar sehr nett, andrerseits auch relativ teuer, da man nicht in jedem unbedingt was “tolles” geboten bekommt.
    Manche Lutz-Restaurants sind besser ausgestattet 😉
    Für uns haben sich die Babyttreffen zu Hause bewährt, das ist immer am entspanntesten, für Muttis und Kinder.
    Und wenns schön ist, natürlich draußen

    • admin
      Autor
      05/11/2017 / 6:39 pm

      Liebe Sandra,
      Danke sehr für deine Erfahrung. Finde ich toll, dass du in den öffentlichen Verkehrsmitteln auf hilfsbereite Menschen gestoßen bist. Ist oft nicht selbstverständlich. Babytreffen zu Hause klingt auf jeden Fall entspannter. Vor allem können solche Treffen abwechselnd bei den Mamis stattfinden.

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