Öffentliche Verkehrsmittel: Mit dem Kinderwagen auf Achse

Busfahrt mit dem Kinderwagen

Ich stellte mir es als besondere Herausforderung dar, das erste Mal mit dem Kinderwagen die öffentlichen Verkehrsmittel zu nützen. Ich konnte einmal eine Situation beobachten, wie eine Frau versuchte mit dem Kinderwagen in eine vollgestopfte U-Bahn zu gelangen. Tür ging auf und es war kein freier Platz zu sehen. Es bestand keine Möglichkeit für die Mutter in das Abteil zu kommen. Schnell fuhr sie zum nächsten Abteil. Das gleiche Bild wie zuvor. Ihr blieb nichts Anderes übrig, als auf die nächste U-Bahn zu warten. Viele Gedanken gingen mir durch den Kopf. Wie gehe ich damit um, wenn ich nicht in die öffentlichen Verkehrsmittel komme und wie sieht es aus, wenn der nächste Bus, die nächste Straßenbahn oder U-Bahn genauso voll ist?

Im ersten Monat meines Mami-Seins habe ich die öffentlichen Verkehrsmittel gemieden. Meine Sorge war einfach zu groß. Doch der Tag kam, als ich das erste Mal mit dem Bus fahren sollte. Es war ein Wochentag und kurz nach Mittag. Ich stand bei der Haltestelle und wartete auf den Bus. Hoffentlich sind nicht zu viele Fahrgäste und der Stellplatz nicht besetzt, ging mir durch den Kopf. Bus traf ein. Dieser war relativ voll. Zu meinem Glück stiegen einige Fahrgäste aus und ich schob den Kinderwagen bequem in den davor gesehenen Stellplatz. Der Kinderwagen war jedoch für den Platz etwas zu lang und blockierte den Durchgang für andere Fahrgäste. Schnell den Griff eingeklappt und somit freien Platz geschaffen. Paar Stationen später stieg ich aus. Geschafft. Für die Rückfahrt testete ich die Straßenbahn. Es war deutlich weniger los und ich ergatterte gleich einen guten Platz. Der Ein- und Ausstieg funktionierte auch einwandfrei. Viel Platz ist weder im Bus noch in der Straßenbahn. Angenehmer jedoch war für mich die Straßenbahn, da sich der Stellplatz dafür gleich neben der Tür befindet. Fahrgäste können auch ungehindert vorbeigehen. Im Bus könnte es anders aussehen, wenn der Eingangsbereich mit Fahrgästen voll ist und es dadurch schwerer wird, den Kinderwagen abzustellen. Mit dem Kinderwagen auf Achse sein, ist eine Herausforderung.

Mit diesen Tipps der Wiener Linien sind Personen mit Kinderwägen stressfrei unterwegs:

  • Ist der Stellplatz von Fahrgästen verstellt, weise diese freundlich darauf hin den Platz frei zu machen.
  • Keine Scheu, die FahrerInnen oder die Fahrgäste um Hilfe zu bitten, wenn der Ein- und Ausstieg nicht gleich klappt.
  • Den richtigen Einstieg wählen. Bei älteren Straßenbahnen ist die erste Tür zu benützen. Bei den Niederflurstraßenbahnen sind fast alle Einstiege zu benützen. Die erste und letzte Türe sind jedoch aus Platzgründen freizuhalten. Im Bus können Mütter, Väter, Großmütter, Großväter oder sonst Personen, die mit Kinderwägen unterwegs sind, bei der zweiten Tür auf den Stellplatz fahren. Gut zu wissen ist auch, dass aus Sicherheitsgründen im Bus nur maximal zwei Kinderwägen befördert werden dürfen.

 

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