Der erste große Ausflug mit Kind

Ausflug mit dem Baby

Was benötigt man alles für den ersten Ausflug mit einem Baby über ein ganzes Wochenende? Diese Frage stellte ich mir und blickte in den leeren Koffer. Wir waren zu einer Hochzeit in die Steiermark eingeladen. Drei Stunden Autofahrt lagen vor uns. Wir entschieden uns am Vortag anzureisen. Auf der einen Seite mag ich es zu reisen, aber auf der anderen Seite mag ich nicht Koffer packen. Das österreichische Wetter ist wie eine Wundertüte. Man weiß nie, was einem wirklich erwartet. So stand ich vor dem Kleiderschrank, blickte hinein und fand nichts zum Anziehen. Natürlich ist der Kleiderschrank voll mit Kleidung. Ich packte Kleidung für warme und kalte Temperaturen ein. Anscheinend zu viel, wie ich an dem mittlerweile recht vollen Kofferinhalt bemerkte. Die Sachen von meinem Mann waren gleich verstaut. Nun stand ich vor der Kleiderlade des kleinen Mannes. Ich brauchte Bodys, viele Bodys. Dazu kamen noch Socken, Strumpfhosen, Hosen, Shirts, Pullover, Pyjamas. Alles in doppelter Ausführung. Der kleine Mann hatte mehr Kleidung im Koffer, als mein Mann und ich zusammen. Wechselkleidung musste auf jeden Fall sein. Genügend Stoffwindeln, Einwegwindeln und Schnuller legte ich ebenfalls in den Koffer. Fertig. Es konnte losgehen. Für die Autofahrt nahm ich Pre-Nahrung mit, falls der kleine Mann während der Fahrt aufwachen würde und ich keine Stillmöglichkeit hätte. Parkplätze auf der Autobahn sind nur in gewissen Abständen vorhanden. Es gibt nichts Schlimmeres, wenn ein Kind während der Autofahrt Hunger bekommt und schreit.

Es fasziniert mich immer wieder, wie das Autofahren den kleinen Mann beruhigt. Er schlief wie ein Stein und wachte kurz vor dem Ziel auf. Ich saß bei ihm auf der Rückbank und bereitete die Flasche vor. Ich hoffte, dass er sie von mir annimmt. Muttermilch aus der Flasche hat mein Mann ihm schon öfters gegeben und funktionierte ganz gut. Hastig trank der kleine Mann aus der Flasche.

Als wir im Hotel ankamen, war es bereits Bettzeit. Uns war es wichtig, dass sich der kleine Mann wohl fühlte. Immerhin schliefen wir das erste Mal außerhalb unserer vier Wände. Wir wandten die selben Schlafrituale wie zu Hause an. Wickeln, Windsalbe und Tropfen gegen Bauchweh, Pyjama und Schlafsack angezogen, stillen. Am nächsten Tag war der große Tag des Hochzeitspaars. Wir hatten noch einige Stunden Zeit, die wir bei einem ausführlichen Frühstück verbrachten und uns die Altstadt ansahen. Zum Frühstück nahm mein Mann unseren Sohn in die Tragehilfe. Dadurch hatte er beide Hände frei und konnte in Ruhe frühstücken. Der kleine Mann genoss die körperliche Nähe und schlief ein. Zur Trauung erschienen wir pünktlich bei der Kapelle. Es waren einige Stufen zu gehen und eine Wiese zu überqueren, um zum Eingang der Kapelle zu gelangen. Wir entschieden uns den kleinen Mann im Maxi Cosi zu lassen. Der kleine Mann bekam von der Trauung überhaupt nichts mit. Er verschlief alles.

Bei der Tafel war der kleine Mann wieder munter. Natürlich, denn es wurden schmackhafte Speisen serviert. Nachdem ich ihn gestillt hatte, gingen mein Mann und ich abwechselnd mit ihm auf und ab. Er war schon müde und quengelte. Der Versuch ihn in die Tragetasche zu legen, scheiterte. Der kleine Mann schlief höchstens 10 Minuten. Die Geräuschkulisse störte seinen Schlaf. Zumindest schafften wir es, dass wir beide noch zum Essen kamen, auch wenn es mehr ein Hinunterschlingen war. Nachdem wir ihn ins Bett brachten, blieb mein Mann bei ihm und ich feierte mit dem Brautpaar noch ein paar Stunden.

Fazit: Den ersten großen Wochenendausflug haben wir gut gemeistert und freuen uns schon auf die nächste Reise.

2 Kommentare

  1. 05/04/2019 / 6:49 am

    Ich beneide dich darum, dass dein Sohn im Auto einschläft. Immer, wenn wir mit unserem Baby Ausflugsziele ansteuern, dann wird er sehr unruhig im Auto. Ich denke, er mag es nicht so angeschnallt zu sein.

    • admin
      Autor
      05/04/2019 / 12:36 pm

      Liebe Neeltje,
      Wie alt ist dein Sohn? Ich habe schon gehört, dass einige Babys nicht wollen, wenn sie verkehrt sitzen. Mein Sohn ist nun 21 Monate alt. Vor kurzem haben wir den Sitz nach vorne gerichtet. Bis dahin saß er entgegen der Fahrtrichtung. Es kam auch vor, dass er nicht im Kindersitz bleiben wollte, als er noch verkehrt saß. Seitdem er nach vorne Blick, wirkt er viel entspannter. Aber so lange es möglich ist, sollte man das Kind in verkehrter Position lassen, da es am Sichersten ist.
      Alles Liebe, Silvia

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